Die Musiker


Der Schlagzeuger Trevor Richards ist 1945 in England geboren und mit 21 Jahren nach New Orleans ausgewandert.
Dort hat er die Kunst des klassischen Jazzschlagzeugs aus erster Hand von Pionieren dieser Musik gelernt – unter vielen anderen von Zutty Singleton, Cozy Cole (beide ehemalige Schlagzeuger des legendären Louis Armstrong)

Er steht heute – vielleicht sogar als Letzter – in der direkten Linie der Vertreter dieser vom Aussterben bedrohten Spielart. Mit vielen Größen des Jazz ist Trevor weltweit auf Tournee, auf der Bühne und im Studio gewesen, unter anderem mit George Lewis, Benny Waters, Chris Barber und Dr. John. Er ist heutzutage aktiv in seiner Heimat New Orleans und in ganz Europa.

Seit über 20 Jahren ist er Träger der höchsten Auszeichnung des amerikanischen “National Endowment of the Arts”, er war “Schlagzeuger des Jahres” (der europäischen Fachmedien-Presse) und erhielt in Frankreich den “Grand Prix du Disque de Jazz” des Hot Club de France.

Richards gilt seit den 70er Jahren vor allem als Inbegriff der klassischen Trio- Besetzung mit Bläser, Piano und Schlagzeug und ist einer der populärsten Musiker des klassischen Jazz in der ganzen Welt.

Seit der katastrophalen Überschwemmung in New Orleans – an seinem 60ten Geburtstag! – lebt Trevor vorwiegend wieder in Europa.

 

HARRY KANTERS aus Breda in den Niederlanden.

Er war ursprünglich Multi-Instrumentalist, hat sich aber auf Jazzklavier von Ragtime bis zum frühen Bebop spezialisiert. Er ist nicht nur als Bandpianist, sondern auch als Solist sowie Arrangeur und Initiator von Musikprojekten sehr begehrt, und hat mit Jazzgrößen wie Lillian Boutté, Dan Barrett, Warren Vaché und Leroy Jones Tourneen gemacht. Man kann ihn weltweit auf Festivals von Ascona bis Kobe (Japan) erleben oder auf unzähligen LPs und CDs hören.

 

 

THOMAS L'ÉTIENNE, geboren 1956 in Hamburg, ist russischer, französischer und deutscher Abstammung. Er fing mit Balalaika an, wechselte aber aus Begeisterung für den New-Orleans-Jazz bald zur Klarinette. Häufige und ausgedehnte Aufenthalte in New Orleans haben ihm die notwendige Erfahrung und Reife verliehen. So hat er eine charmante und überzeugende Bühnenpräsenz entwickelt.

 

Er war Gast bei fast allen wichtigen Jazzfestivals weltweit. Sein Klarinettenspiel erinnert an die großen kreolischen Meister wie Jimmie Noone, Albert Nicholas und Barney Bigard. Seine Liebe zur – ebenfalls kreolischen – karibischen und südamerikanischen Musik fügt seiner Ausdruckskraft eine weitere Dimension hinzu. Er hat sich außerdem als begabter Komponist und gekonnter Arrangeur etabliert.

 

 

 

OLIVIER FRANC, Sohn des französischen Altmeisters und Bechet-Schülers René Franc. Er ist ein mittlerweile weltberühmter Solist im Bechet-Stil, auch Träger des PRIX SIDNEY BECHET und nun schon lange mit dem INTERNATIONAL TRIO verbunden, wovon fünf gemeinsame CDs zeugen. Als bislang einziger Europäer wurde er im Lincoln Center in New York als Solist verpflichtet, wo er von der Band von Wynton Marsalis begleitet wurde. In Frankreich gewinnt er allmählich den Status einer Legende. Er erhielt den Prix de l'Academie de Jazz und wurde 1997 und 2012 zum "Musiker des Jahres" vom Hot Club de France gewählt.